Ort: Die südlichen Meere (hauptsächlich die Insel Zandalar) und vereinzelt im Schlingendorntal
Kategorie: nicht zutreffend
Anführer: König Rastakhan
Hintergrund: Die frühesten bekannten Trolle gehörten dem Stamm der Zandalar an, und von diesen stammen alle anderen bekannten Trolle ab. Ursprünglich schätzten die Zandalar Wissen über alles, aber ein bedeutender Teil des Stammes sehnte sich stattdessen nach Eroberung. Diese unzufriedenen Trolle wanderten schließlich aus und gründeten eigene Stämme. Mit der Zeit änderte sich die Rolle der verbliebenen Zandalar und sie wurden zu einer stammesübergreifenden Priesterkaste für alle Trolle. Die Zandalarianer sind Bewahrer der Geschichte der Trolle und arbeiten zum Wohle des Trollvolkes als Ganzem.
Die Zandalarianer genießen Respekt bei allen anderen Trollen, halten sich aber aus der Tagespolitik der einzelnen Trollstämme heraus. Sie sind im Durchschnitt etwa 2,40 Meter groß, deutlich größer als alle anderen Trolle mit Ausnahme der wilden Drakkari. Trotz ihrer Körpergröße und ihres umfangreichen Wissens haben die Zandalarianer keine Autorität über die anderen Trollstämme, und streben auch nicht nach einer solchen Rolle.
Nach der Großen Teilung sahen die weisen Trolle keine Notwendigkeit, ihre Insel Zandalar zu verlassen. Sie bauten ihre beschädigten Siedlungen wieder auf und setzten ihre Studien fort, bis sie beim Imperium der Gurubashi einen dramatischen Anstieg von Macht und Territorium bemerkten. Die Dschungeltrolle führten ihren Erfolg auf den Gott Hakkar zurück.
Zuerst waren die Zandalarianer erfreut über ihre Artgenossen aus dem Dschungel. Als das Imperium sich aber immer weiter ausbreitete, wandelte sich die Freude in Besorgnis. Sie studierten Mythen und historische Aufzeichnungen, und was sie daraus erfuhren, erschütterte sie zutiefst.
Hakkar war auch bekannt als der Seelenschinder, ein Name, den er sich redlich verdient hatte. Er erfüllte seine Anhänger mit mörderischer Wut und schwelgte in deren finsteren Emotionen. Das Blutvergießen, welches im Namen Hakkars begangen wurde, gefiel dem Gott, der einen Geschmack für Blut entwickelt hatte. Schlimmer noch, je mehr er von dem Blut, das in seinem Namen vergossen wurde, verzehrte, desto mächtiger wurde er und desto stärker wurde seine Bindung an die Welt von Azeroth.
Alle kampfbereiten Zandalarianer machten sich sofort auf den Weg in das Schlingendorntal und überbrachten den Dschungeltrollen die schreckliche Nachricht. Im Imperium der Gurubashi war es wegen der vielen Blutopfer, die Hakkar verlangte, bereits zu Unruhen gekommen. Nachdem sie die Botschaft des Stammes der Zandalar erhalten hatten, schlossen sich die Dschungeltrolle mit den Zandalarianern zusammen und erhoben sich gegen den blutdurstigen Seelenschinder.
Der Kampf endete mit der Zerstörung von Hakkars Avatar, und seine Priester, die Atal'ai und Hakkari, wurden nahezu bis zur Auslöschung gejagt. Überlebenden beider Gruppen gelang es, in die Sümpfe des Elends zu fliehen, wo sie den Tempel von Atal'Hakkar errichteten. Gemeinsam strebten sie danach, Hakkar auf Azeroth zu beschwören, damit er alle lebenden Wesen verzehren könnte.
Der grüne Drachenaspekt, Ysera die Träumerin, erfuhr von den Plänen der bösen Priester und zerschmetterte den Tempel, der in den Sümpfen versank. Bis zum heutigen Tage werden die Ruinen des Tempels von mächtigen grünen Drachen bewacht. Die meisten Bewohner von Azeroth ahnen allerdings nicht, dass die Drachen tatsächlich den falschen Ort bewachen. Inzwischen hatten die vertriebenen Atal'ai herausgefunden, dass Hakkars körperliche Form nur in Zul'Gurub beschworen werden konnte, der alten Hauptstadt des Imperiums der Gurubashi. Die Atal'ai und Hakkari verloren keine Zeit und sandten ihre erfahrensten Priester nach Zul'Gurub, wo ihre Bestrebungen endlich von Erfolg gekrönt wurden. Viele Spione haben die Anwesenheit des gefürchteten Seelenschinders im Herz der Ruinen bestätigt.
Nach verschiedenen Berichten hat Hakkar fünf Hohepriester der Urgötter der Trolle in seinen Bann gezogen. Unfähig, sich seinem Willen zu entziehen, kanalisieren die Priester die Macht ihrer Götter zu Hakkar. Nur ihr Tod kann die Verbindungen trennen, die Hakkars Macht verstärken, während sie die anderen Götter schwächen.
Die Nachricht von der Anwesenheit Hakkars hat inzwischen den Stamm der Zandalar im Südmeer erreicht. Sie sind entsetzt über die Versklavung ihrer Kameraden, der zandalarianischen Hohepriester. König Rastakhan hat deshalb Botschafter in die östlichen Königreiche entsandt, wo die Trolle Helden aus den vielen Völkern Azeroths rekrutieren, in der Hoffnung, dass Hakkar nochmals besiegt werden kann.
Die Insel Zandalar, die einst Teil des alten Kalimdor war, ist der Geburtsort der Trollzivilisation, und wird von allen Trollstämmen als neutrales Gebiet betrachtet. Als der Brunnen der Ewigkeit implodierte, wurde ein Loch in Kalimdor gerissen. Tiefe Spalten erschienen auf dem ganzen Kontinent, und die Zandalarianer beeilten sich, starke Schutzzauber zu wirken, um ihre Heimat vor der Zerstörung zu retten. Es gelang ihnen aber nicht, den ganzen Kontinent vor den gewaltigen Kräften abzuschirmen. Der Boden direkt unter dem Schild der Zandalar versank unter dem Meer, und der Kontinent zerbrach in mehrere Landmassen. Als die Teilung vorüber war, stellten die Zandalar fest, dass ihre Heimat nun zu einer Insel geworden war.
Zuldazar, die Hauptstadt von Zandalar, besteht aus einer Reihe von Stufentürmen, die aus der Ferne wie ein hoher Berg aussehen. Die verschiedenen Trollstämme misstrauen sich gegenseitig und führen oft Krieg gegeneinander, aber alle sechs Jahre werden Botschafter aller Trollstämme nach Zuldazar entsandt, um Neuigkeiten auszutauschen und Angelegenheiten zu besprechen, die das gesamte Trollvolk betreffen.
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