Chatauktionen

Chatauktionen

Chat-Auktionen
Chat-Auktionen sind eine Alternative zu Auktionshäusern für Spieler, die Gegenstände sofort und ohne lange Wartezeiten tauschen wollen. Der Verkäufer hält in einem Handels-Channel eine Auktion ab und gibt am Ende der Auktion dem Meistbietenden den Zuschlag für einen bestimmten Gegenstand. Natürlich muss der Verkäufer dem Käufer dann den Gegenstand auch irgendwie zukommen lassen, also entweder direkt handeln oder per Post verschicken (Nachnahme ist dafür perfekt geeignet).

Verkäufer

Startpreis / Mindestgebot
Wenn ein sehr wertvoller Gegenstand versteigert werden soll und der Verkäufer ein sehr niedriges Mindestgebot festlegt, wird er dadurch zwar ein gewisses Maß an Spott ernten, aber auch sehr viel Aufmerksamkeit erregen. Meistens ist diese Art von Aufmerksamkeit von Vorteil, da natürlich mehr Leute an der Auktion teilnehmen, wenn sich herumspricht dass da jemand offensichtlich nicht weiß, was seine Ware wert ist.

Hoher Startpreis
Wenn der Startpreis zu hoch angesetzt ist, wird sich wahrscheinlich niemand für den Gegenstand interessieren. Eine Auktion, deren Mindestgebot bei 1 Gold liegt, wird viel weniger Interessenten finden als eine, die bei 25 Silber anfängt. Paradoxerweise wird der Gegenstand mit dem niedrigeren Startpreis am Ende mehr Geld einbringen; in diesem Beispiel wäre zum Beispiel durchaus zu erwarten, dass die zweite Auktion bei einem Höchstgebot von mehr als 2 Gold endet. Das Interesse möglicher Käufer zu wecken ist bei einer Auktion das Wichtigste, und niedrige Preise sind dafür schon einmal ein guter Anfang.

Ablauf einer typischen Auktion

  • Der Verkäufer überlegt sich einen Startpreis für den Gegenstand, den er versteigern will.
  • Der Verkäufer tritt dem Handels-Channel bei.
  • Der Gegenstand wird mit einen Link (Wie erzeuge ich einen Chatlink?) angekündigt, ungefähr so: [Schimmernde Perle] Mindestgebot 1 g
  • Die ersten Interessenten geben ihre Gebote ab. Der Verkäufer sollte Gebote durch eine Wiederholung bestätigen: 1 g für [Schimmernde Perle] von Bob
  • Falls die Gebote weniger werden oder ganz aufhören, sollte der Verkäufer kurz warten, und dann das Ende der Auktion einleiten:
    [Schimmernde Perle] geht für 1.5 g an Bob zum Ersten (Warten)
    [Schimmernde Perle] geht für 1.5 g an Bob zum Zweiten (Warten)
    [Schimmernde Perle] verkauft an Bob für 1.5 g
  • Es ist absolut wichtig, dass der Verkäufer den Link und den Preis des Gegenstandes im Lauf der Auktion immer wiederholt, damit Spieler, die erst später dazukommen, sich ein Bild von der Auktion machen können. Der Verkäufer sollte die Auktion so oft wie möglich ausrufen, da die Käufer sonst vielleicht das Interesse verlieren. Allerdings muss der Verkäufer auch darauf achtgeben, dass er den Chat nicht mit seinen (gut gemeinten) Ankündigungen zuspammt.
  • Am Ende der Auktion sollte der Verkäufer dem Meistbietenden eine private Message schicken und die Übergabe regeln. Man kann sich entweder an einem leicht auffindbaren Ort treffen, zum Beispiel einer Bank oder einem Landefeld, oder man kann die Übergabe per Post durchführen, wobei sich Nachnahme wirklich sehr gut eignet.
  • Falls der Deal aus was auch immer für Gründen platzt, kann der Gegenstand erneut versteigert werden. Es kann leichter sein, den Gegenstand einfach dem Spieler anzubieten, der während der letzten Auktion das zweithöchste Gebot abgegeben hatte, aber dieser Spieler ist nicht zum Kauf verpflichtet.

Tipps
Man sollte niemals versuchen, einen seelengebundenen Gegenstand zu versteigern. In den Gegenstandsgrundlagen steht noch mehr über die Qualität und Bindungsarten von Gegenständen. Die meisten Questgegenstände können nicht gehandelt werden.

Käufer

An einer Auktion teilnehmen
Wenn im Handels-Channel ein Gegenstand auftaucht, können interessierte Spieler ein Gebot abgeben:
10 s für [Fantastisches Schwert]
Spieler sollten immer angeben, für welchen Gegenstand ihr Gebot ist.

Auktionsduelle
Das Ziel einer Auktion ist nicht, einen anderen Spieler in irgendeinem imaginären Duell zu besiegen, sondern einen coolen Gegenstand zu einem vernünftigen Preis zu ersteigern. Deswegen sollte man Preise nicht in absurde Höhen treiben. Wenn die Gebote zu hoch werden, ist es das Klügste, sich aus der Auktion zurückzuziehen.

Zweifelhafte Auktionen und Gebote
Man sollte sich IMMER vor Betrügern und Neppern in Acht nehmen. Man kann zum Beispiel mit dem Befehl /who herausfinden, ob Verkäufer und Mitbietende in derselben Gilde sind. Wenn ja, ist das schon einmal Grund zur Vorsicht.

Benimmregeln für Auktionen
Wie alle anderen Benimmregeln auch sind die folgenden nicht in Stein gemeißelt – in manchen Situationen wird es einfach nicht möglich sein, sich wie ein vollendeter Gentleman zu benehmen. Aber dennoch sollten diese Richtlinien Spielern einen gewissen Eindruck davon vermitteln, was bei einer Auktion als höflich betrachtet wird und welches Verhalten vermieden werden sollte.

  • Verkäufer sollten so oft wie möglich Links zu den Gegenständen einfügen. Es gibt immer Spieler, die erst später in den Handels-Chat wechseln – durch einen Link können diese Neuzugänge schnell sehen, was gerade versteigert wird.
  • Sobald Spieler anfangen Gebote abzugeben gilt die Ware als verkauft. Es ist äußerst schlechter Stil, wenn Verkäufer nach Beginn einer Auktion ihren Gegenstand zurückziehen und behalten wollen.
  • Das Gleiche gilt für die Käufer: Ein einmal abgegebenes Gebot sollte unter allen Umständen auch eingehalten werden. Falls ein Spieler aus was auch immer für Gründen sein Gebot nicht einlösen kann, sollte er sich zumindest bei allen Beteiligten ausdrücklich für seinen Fehler entschuldigen – ansonsten könnte er sich schnell einen ziemlich üblen Ruf einfangen.
  • Wenn jemand versucht, einen Gegenstand zu einem überteuerten Preis zu versteigern, sollte dieser Spieler mit einer privaten Message darauf angesprochen werden. Die Reaktion des Verkäufers kann entweder Dankbarkeit, Gleichgültigkeit, und manchmal auch... naja, „weniger höflich“ sein. Auf jeden Fall ist es ziemlich unverschämt, den Startpreis einer Auktion öffentlich zu kritisieren. Wenn der Gegenstand tatsächlich überteuert angeboten wird, wird sich sowieso niemand dafür interessieren. Wenn jemand anderes tatsächlich zu viel für einen gewissen Gegenstand bezahlen möchte, ist niemand verpflichtet den Käufer auf den miesen Preis aufmerksam zu machen. Der Grundsatz „Caveat Emptor“ gilt auch in World of Warcraft.
  • Wenn der Verkäufer warten oder reisen muss, um seine Ware endlich verkaufen zu können, sollte der Käufer als freundliche Geste dem Verkäufer ein wenig mehr als den vereinbarten Preis zahlen. Zeit ist Geld!
  • Es kann vorkommen, dass betrügerische Verkäufer mehr Geld für ihre Ware verlangen oder sonst irgendein krummes Ding drehen wollen. In so einem Fall ist es natürlich vollkommen in Ordnung, wenn der Käufer sich aus dem Handel zurückzieht.
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