Ausgabe #2

 Ein Zwerg mit einer Mission

Niemand stellt sich zwischen einen Zwerg und sein Bier!

Starkbier! Begleitet den Zwerg Ruli bei seinem Kampf gegen die Frostmänen-Trolle während er versucht, seine Mission zu erfüllen: Rejold Barleybrew dabei zu helfen, das perfekte Starkbier zu brauen.

 Das perfekte Starkbier

GG: Hallo und willkommen, Ruli. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, uns von deinen Abenteuern zu erzählen. Könntest du dich bitte kurz vorstellen und uns dann von deinem Kampf gegen die Frostmänen-Trolle erzählen?

R: Natürlich. Ich bin als Krieger unter den Zwergen von Eisenschmiede aufgewachsen. Relativ schnell hatte ich das Handwerk des Schmiedens erlernt und wie man sehen kann, trage ich meine eigene, handgefertigte Rüstung. Rejold Barleybrew hatte nach mir gerufen und schließlich angeboten, mich für ein paar Schimmerkraut ein neues Starkbier testen zu lassen. Welcher vernünftige Zwerg kann dieser Versuchung widerstehen? Also kaufte ich mir von meinem teuer ersparten Gold diese mächtige Axt und begann den Aufstieg.

Schimmerkraut

GG: Zu den Frostmänen-Trollen, wo das Schimmerkraut ja bekanntlich wächst, richtig?

R: Sicher. Ich beeilte mich, denn die Aussicht auf ein gutes Bier treibt die Kraft in jedes Zwergenbein. Dennoch muss ich zugeben, dass ich nicht für Jäger- oder Sammleraufgaben geboren bin, eher für’s Grobe, wenn Sie verstehen. Ich musste auch nicht lange suchen. Kaum hatte ich die Anhöhe erklommen, da roch ich auch schon den Gestank von kochendem Fleisch. Die Frostmänen-Trolle haben grausame Rituale, sage ich Ihnen. Abstoßend, aber wirklich!

Blutiger Kampf

GG: Augenzeugen berichten von einem blutigen Kampf zwischen dir und den Trollen. Wie ging es weiter?

R: Blutig schon, aber nicht meines! Beide Hände um den Griff meiner Axt geklammert, stürmte ich also auf den nächsten Troll zu. Mein Hieb traf den überraschten Troll und betäubte ihn kurz. Ich gebe zu, dass meine Ungeduld ihren Preis forderte. Zum einen schien diese Ausgeburt von einem Troll von einer Art Zauber geschützt zu sein, der mir jedes Mal einen gehörigen Blitzschlag verpasste, wenn ich zuschlug. Zum anderen hatte ich in meiner Wut seinen stinkenden Kumpel übersehen. Ich hörte nur unverständliches Gemurmel und sah Blitze zwischen seinen Fingern tanzen. Ich schrie noch: „Brenn mir meinen Bart an und ich hack dich in kleine Scheiben!“, bevor ich zu einem heldenhaften Stoß ausholte, der den betäubten Troll vor mir niederstrecken sollte. Meine Axt krachte mit gewohnter zwergischer Wucht auf die Schulter des Trolls und ich sag’ Ihnen, der Anblick war nicht schön. Der rannte natürlich, aber ich hab ihn dann niedergestreckt.

GG: Ein Troll weniger, ich verstehe. War da nicht noch der Troll-Seher?

R: Ich sag nur: „Zzzaaapppppp!!!“ Jeder Muskel in meinem Körper zog sich zusammen und ich hätte mir doch fast die Zunge abgebissen als eine fürchterliche Entladung mich direkt im Rücken traf. Das tut weh, sag ich Ihnen! Gelbe und blaue Punkte tanzten vor meinen Augen und meine Eisenrüstung knisterte gefährlich. Am schlimmsten war der Geruch von verbrannten Haaren. Mir dämmerte langsam, was passiert war und dass dieser Sohn eines zweiköpfigen Ogers meinen geliebten Bart angesengt hatte.

"Was sagst du nun, elender Feigling?"

GG: Stimmt es denn, dass weibliche Zwerge auch einen Bart haben?

R: Das steht hier überhaupt nicht zur Diskussion… Goblin. Jedenfalls, stürmte ich wutentbrannt auf den bereits wieder zaubernden Troll zu und verpasste ihm mit der stumpfen Seite meiner mächtigen Axt einen gehörigen Schlag auf den Kopf. Natürlich ging er in die Knie und die Blitze zwischen seinen Händen verschwanden endlich. „Was sagst du nun, elender Feigling!“ war wohl das Letzte, was er hörte während ich wieder und wieder auf ihn einhämmerte bis er sich nicht mehr regte.

GG: Eine ausgezeichnete Leistung, eines Zwergenkriegers würdig. Zwei Trolle waren also tot und wie viel Schimmerkraut hattest du bis dahin gesammelt?

R: Ja, ja, schon richtig. Bin ich ein Blümchenpflücker, oder was? Das Schimmerkraut war da Nebensache. Es ging um Starkbier, klar? Also klopfte ich meinen Bart aus, griff mir ein paar Fässer Starkbier und das Kraut und machte mich auf den Weg zu Rejold Barleybrew. Nach einem kurzen Schläfchen am Feuer holte er mich dann zu sich und sagte, dass er damit herumprobiert hat und dass eines der Rezepte wohl großartig gelungen sein sollte.

GG: Also konnte er das Schimmerkraut und das Starkbier zu einem neuen Bier verbinden? Wie schmeckte es? Werden wir dieses neue Bier vielleicht auch bald in Sturmwind trinken können?

R: Ähm… Ehrlich gesagt kann ich mich leider nicht mehr richtig an den Rest erinnern. Das Starkbier war wirklich gut gelungen.

 
USK